Der digitale Flachbettdrucker

Digitale Flachbettdrucker werden häufig und fälschlicherweise immer noch als digitale Siebdruckmaschinen bezeichnet, obzwar sie mit Siebdruck überhaupt nichts gemeinsam haben. Wenn auch der Digitaldrucker immer mehr Siebdruckaufgaben übernimmt, so ist er vom technischen Aufbau dem Tintendrucker verwandt, der ebenso mit bunten Tinten Briefe, Prospekte, Etiketten, Fotos in absolut perfekter, fotorealistischer Qualität drucken kann.

Nun ist der konventionelle Tintendrucker für den privaten oder geschäftlichen Bürobedarf  häufig nur auf das A4 Format ausgelegt. Benötigt man jedoch großformatige Drucke, z.B. im Plakatformat, so ist der digitale Rollendrucker oft die erste Wahl.

Noch vor wenigen Jahren war der Siebdruck das Maß aller Dinge, wenn es um die Produktion von Werbeplakaten im A1 Format ging. Das ist zum Teil heute noch so, wenn es um die Vervielfältigung großer Plakatmengen geht. Doch die großen Mengen stehen heute nicht mehr absolut im Vordergrund und daher hat man sich besonnen, für den geringeren und kleinsten Bedarf den Digitaldruck zu nutzen. Für die Konstrukteure lag es nahe den Tinten- strahldrucker, so wie er in der Regel im Büro eingesetzt wird, eine Nummer größer zu konzipieren. Papier und Folien kann man recht gut auf Rollenformate fertigen, und so wurde der digitale Endlosdruck das ideale Mittel, Plakate, Displays oder Transparente nahezu jeder Größe zu drucken. Die Qualität kann sich sehen lassen, denn bereits auf 2 Schritt Entfernung kann man die Qualität solcher Drucker durchaus als fotorealistisch bezeichnen.

Nun sind aber nicht alle Plakate oder Transparente aus dünnem Papier oder Folie zu fertigen, sondern man benötigt für den Außenbereich häufig stabiles und wetterfestes Material. Dafür eignen sich dann eher beschichtete Spanplatten, lackierte oder eloxierte Aluminiumplatten. Solche Materialien im Plattenformat lassen sich naturgemäß nicht mehr durch einen auf Folienbasis aufgelegten Digitaldrucker bedrucken.

Hier heißt die Lösung: Digitaler Flachbettdrucker.

Darunter versteht man einen stabilen Tisch, der auch als Bett bezeichnet wird und  auf den man die zu bedruckenden Platten auflegen kann. Über dieses Druckbett spannt sich eine auf Schienen bewegliche Brücke (auch Portal genannt), an der ein ebenfalls beweglicher digitaler Druckkopf aufgehängt  ist.

Fertig ist der digitale Flachbettdrucker.


Während nun der Druckkopf über das Druckmaterial hin und her bewegt wird, bewegt sich das Portal nach jedem Zeilenende ein kleines Stückchen weiter. So entsteht das Druckbild quasi Zeile für Zeile, bis das Druckmotiv die gewünschte Fläche des zu bedruckenden Gegenstandes komplett abgedruckt hat.

Es gibt Flachbettdrucker, die sind so groß, dass man z.B. ein Garagentor darunter bedrucken könnte. Andere Drucker dagegen, die für Kleinteile, z.B. Werbemittel genutzt werden, haben ein bescheideneres Druckformat, eher von der Größe eines Handtuchs.

Apropos Handtuch! Es gibt Flachbettdrucker die auch Textilien bedrucken können.

War der Textildruck einst eine absolute Domäne des Sieb- druckers, werden zunehmend Textilien auch im Digitaldruck designt. Zwar selten in hohen Auflagen, aber zunehmend als individuelle Textilgestaltung für den persönlichen Bedarf und Geschmack auf T-Shirts und manchmal sogar auf Teppichen oder Fußabstreifern.

Man sieht, der fortschreitenden digitalen Drucktechnologie sind zunehmend keine Grenzen mehr gesetzt.

Der Bedarf setzt heute den Maßstab für die Drucktechnologie. Waren es früher  Massenprodukte, die den Preis bestimmten und das Unikat eher ein Produkt für gut betuchte Mitmenschen war, so kann man sich heute durchaus ein Unikat leisten, wenn es in einer Technik produziert wird, die es erlaubt der Kreativität unbegrenzte Möglichkeiten zu öffnen.

Neulich sah ich einen ca. 4 jährigen Jungen auf seinem Fahrrad durch die Gegend flitzen. Auf seinem T-Shirt prangte die Telefonnummer seiner Heimatadresse. Wer Lust hat kann sich heute das Konterfei seiner Geliebten auf den Hemdkragen drucken lassen. Denken Sie nur an die persönliche, im Sublimationsdruck erstellte Kaffeetasse mit dem Bild vom Enkelkind, die jedes Großmutterherz erfreut. Haben Sie denn schon einen USB-Stick mit persönlicher Widmung? Sie sehen, selbst Golfbälle können heute im Digitaldruck mit dem Namen des Golfspielers bedruckt werden, damit auch jeder weiß, dieser Ball wird nur von mir persönlich geschlagen!

Übrigens: Neulich haben wir einen Golfball bedruckt auf dem stand:
„mich schlägt nur Dieter!“
hoffentlich findet der den Golfball auch im “Rough”!

Einen dieser digitalen Flachbettdrucker für den Bereich Produkt- und Werbedruck sehen siehe hier:

Der Freejet 320 ist das beste Beispiel für einen vielseitigen, digitalen Werbedrucker. Klein und überschaubar in der Ausführung, preiswert in der Anschaffung, wirtschaftlich im Verbrauch und als digitaler Vierfarbdrucker eine ideale Ergänzung für den Tampon- oder Siebdrucker.
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